Ich bin dann mal weg! (5 Monate in Südamerika)

  • Es gibt da z. B. mit bewaffnetem Exekutiv-Personal besetzte Straßensperren, die nichts ausser Nahrungsmittel- und Brennstofftransportern durchlassen.

    Solche Spielverderber gibt es hier zum Glück noch nicht, nur in Italien ist Motorradfahren nicht mehr gewünscht.

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  • Klopapier spielt in den südamerikanischen Ländern, die ich besucht habe, eine besondere Rolle (Hach! Mein Wortwitz grenzt an Genialität! Warte auf Anruf aus Stockholm ...). Meist bekommt man nämlich Handtuch, Klopapierrolle (eine!) und Seife an der Rezeption übergeben. Und an öffentlichen Toiletten bezahlt man für ein paar Blätter Gebühr.


    Bei Spiegel+ soll es ja von einem Headshrink eine logische Erklärung fürs Toilettenpapierhorten geben. Selten war ich so versucht, diesen Dienst zu erwerben, die Frage kreist antwortlos seit Wochen in meinem Schädel ...

  • Hallo Walter,


    irgendwie ist das komplett an mir vorbei 🙈

    Da ich ja auch in der Weltgeschichte unterwegs bin/war.
    mich werd mir mal den Verlauf hier durchlesen .

    Was aber viel wichtiger ist komm gesund heim und pass auf dich auf.


    Lg Ela

    Ich bin nicht so, wie andere denken das ich bin, und werde nicht so sein wie andere mich haben wollen!!! :P

  • Das ist Luxus! Im Süden Marokkos war nicht viel mit Klopapier. Da stand ein halber Eimer Wasser - ja, nennen wir es optimistisch mal "Wasser" - und ein Handtuch, das vielleicht früher einmal eine definierbare Farbe hatte; möglicherweise liegt ein Sandförmchen dabei, um das Wasser zu schöpfen. Seife sucht man vergebens, aber wozu auch, denn selten kommen mehr als drei Tropen Wasser aus dem Hahn.

    Wenn man dann sieht, wie der Koch aus der Toilette kommt und sich unverzüglich der eigenen Bestellung annimmt, denkt man besser nicht genauer darüber nach. Und da ist nichts mit rechter Hand / linker Hand.

    Aber immer noch besseres 3G Netz als hier.

  • Gibt es was neues von unserem Weltenbummler? Bist Du wieder zuhause, Walter? Oder sitzt Du die Sache in Südamerika aus?

    Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.

  • Bin noch in Peru. Habe mich einer Gruppe deutscher Freiwilliger angeschlossen, da die Papiere für mein Mopped und mich auf sich warten liessen. Eigentlich sollten wir gestern nach Lima fahren, aber die Fahrer sind (nach vielem hin und her) abgesprungen. Und da die Passierscheine auf Personennamen und Autokennzeichen ausgestellt werden, sind die alten Papiere danach wertlos. Mehrarbeit für die Botschaft. Wer in einer solchen Situation in einer kleinen Ortschaft ist, hat meist deftige Probleme, andere Fahrer zu finden. Trifft auf diesen Ort nicht zu, aber für mindestens 2 unserer potentiellen Mitfahrer.

    Sollte ich in D eintreffen, geht es erstmal für 2 Wochen ins Homeoffice. Da ich nicht in einem ausgewiesenen Risikogebiet bin und auch keinen Kontakt mit nachgewiesenen Infizierten habe, sehen die allgemeinen Regeln vor, dass ich direkt ins Büro stürmen darf. Dass ich im Flieger über etwa 16 Stunden Ellbogen-an-Ellbogen mit etlichen Unbekannten sitzen werde und von sozialer Distanz keine Rede sein kann, macht da keinen Unterschied. Sieht mein Chef aber anders und ich stimme ihm zu.

    Sonst alles im Lot. Es wurden zwar gestern überraschend die peruanischen Notstandsregeln verschärft, aber das bekommt man schon irgendwie gebacken: Man darf nur noch bis 18h raus und dann auch nur nach Männlein und Weiblein getrennt. Mo, Mi, Fr dürfen Männer raus zum Einkaufen; Di, Do, Sa die Frauen. Sonntags pflegt man die Ruhe zuhause. In diesem Ort geht es aber bei manchen Sachen etwas entspannter zu. Habe heute etliche Männer gesehen, die auf Tour waren. Zur Not dürfte man sich als Frau verkleiden, das soll wiederum in Ordnung gehen.